2025-02-12

Priscilla Lane

 

 

Priscilla Lane

Angie Dickinson

 

Goddess Status

Asimov: Das Robot/Foundation-Universum - Folge 0 - Prolog

 

In 2020 begann ich eine Video-Serie über das Roboter/Empire/Foundation-Universum von Isaac Asimov. Das hier ist der Auftakt eine Reihe, in der ich das Robot/Empire/Foundation-Universum von Isaac Asimov unter die Lupe nehme. Dies ist die "nullte" Folge, sozusagen der Einstieg.

LESELISTE!
Mein Vorschlag für eine Lese-Reihefolge (bei der allerdings nur ein Teil der vorhandenen Kurzgeschichten berücksichtigt wird). Eignet sich gut für Neueinsteiger. Einige Bücher hatten in den 70ern einen anderen Titel, als heute. Ich habe beide Titel aufgeführt.

(01) Ich, der Robot (I, Robot, 1950)
(02) Alle Robotergeschichten (The Complete Robot, 1982)
 |_  daraus:
 |_ "Das erste Gesetz" (The first law)
 |_ "Geliebter Robot" (Satisfaction Guaranteed)
 |_ "Lenny"
 |_ "Risiko" (Risk)
 |_ "Galleerensklave" (Galley Slave)
 |_ "Weibliche Intuition" (Feminine Intuition)
 |_ "Lichtverse" (Light Verse)
 |_ "... dass du seiner eingedenk bist" (That Thou Art Mindful of Him)
 |_ "Der Zweihundertjährige" (The Bicentennial Man)

(02.1) "Mother Earth" ("The Early Asimov", 1949)
(03) Die Stahlhöhlen / Der Mann von drüben (The Caves of Steel, 1954)
(04) Die nackte Sonne (The Naked Sun, 1957)
(02.2) "Spiegelbild" (Mirror Image, in "Alle Robotergeschichten")

(05) Aurora oder der Aufbruch zu den Sternen (The Robots of Dawn, 1983)
(06) Das galaktische Imperium (Robots and Empire, 1985)

(07) Das Imperium von Trantor / Die Frühe Foundation-Trilogie (Sammelband)
 |_ Sterne wie Staub (The Stars, Like Dust, 1951)
 |_ Der fiebernde Planet (The Currents of Space, 1952)
 |_ Radioaktiv…! (Pebble in the Sky, 1950)
(02.3) "Sackgasse" ("Blind Alley", 1973)

(08) Die Rettung des Imperiums (Prelude to Foundation, 1988)
(09) Das Foundation-Projekt (Forward the Foundation, 1991)

(10) Die Foundation-Trilogie / Die Psychohistoriker (Sammelband)
 |_ (10.1.) Der Tausendjahresplan (Foundation, 1951)
 |_ (10.2.) Der galaktische General (Foundation and Empire, 1952)
 |_ (10.3.) Alle Wege führen nach Trantor (Second Foundation, 1953)

(11) Die Suche nach der Erde (Foundation's Edge, 1982)
(12) Die Rückkehr zur Erde (Foundation and Earth, 1986)


Alle Bücher findet man heute gebraucht für paar Cent.

https://youtu.be/mRKRWewxCfA

2025-02-08

Europa belügt sich vorzugsweise selbst

Europas liebste Selbstlüge besteht darin, sich eifrig und mit neurotischer Beharrlichkeit unentwegt einzureden, die Ukraine sei keine Brutstätte für Faschismus und Neo-Nazismus. Das ist ironisch, denn noch vor 5 oder 10 Jahren war es auch für die Schleimbeutel des Mainstream-Journalismus nichts Ungewöhnliches, regelmäßig über die Nazi-Auswüchse im Westen des korrupten Ex-Sowjet-Landes zu schreiben. Dann schlug die hochmoderne Keule der partizipatorischen NATO-Propaganda zu und die Schreihälse wurden zu Tausenden von der Leine gelassen.

Doch wie lange kann man eine Lüge aufrechterhalten, wenn sie vollkommen konträr zur Realität ist?

https://www.jungewelt.de/artikel/493472.bandera-lesungen-waffenstillstand-als-schande.html


 

2025-01-29

Dror Dayan

 


Der deutsche Schuldstolz ist ein ethischer Blindflug. Am allerwenigsten ist es eine Garantie für einen Platz auf der richtigen Seite der Geschichte. Solche ideologischen Verwirrungen erzeugen Ironie.

2025-01-27

Phantastik im tschechischen Nachkriegsfilm (1948–1968)



Karel Zeman (1910–1989) // Photo © Muzeum Karla Zemana


(Dieser Aufsatz wurde ursprünglich am 27. Juni 2015 auf der Plattform "Medium" publiziert)

1966 schrieb DER SPIEGEL über das tschechoslowakische Kino: “Das Ziel, so gute Filme zu drehen, ‘daß uns die Polen darum beneiden’ (…), hatten sich die tschechoslowakischen Filmer 1958 gesteckt.” In der Tat bewies die ČSSR in diesen Jahren eine erstaunliche Produktivität und erschuf einen pulsierenden Mikrokosmos aus Komödien, Dramen, historischen Epen und … — außerordentlich originellen Science-Fiction-Streifen. Es ist eine Aufbruchszeit und italienische, deutsche und amerikanische Investoren schwirren um die Filmateliers von Barrandov. Man will an der ideologischen Trennwand des Ostblocks vorbei in tschechische Filme investieren. Der kurze Artikel listet die damals heißen Projekte auf den Pfannen der tschechoslowakischen Filmemacher auf. Ein Drittel davon ist dem Fantastischen gewidmet. Für einen Augenblick scheint es, als ob in diesem kleinen Land im Herzen Europas eine Art „Weta Workshop“ der 60er entstehen soll.

Verglichen mit der lupenreinen SciFi, hatte es das Fantasy-Genre in der ČSSR deutlich schwerer. Diesen Sachverhalt könnte man leicht dem etwas pragmatischen Gemüt zuschreiben, für das die Böhmen bekannt sind. Doch die Hauptursache ist vor allem in dem politischen Klima der Nachkriegszeit zu finden.

Mit der Machtübernahme der Kommunistischen Partei im Februar 1948 begann auch die kulturelle Einflussnahme der Chefideologen auf Kunstschaffende. Für die Kader hatte Kunst in erster Linie ein Spiegelbild der sozialistischen Erfolgsgeschichte zu sein. Das war ein enggefasster Rahmen, in den sich einige Regisseure nur schwer fügen konnten. Noch auf dem 11. Parteitag beklagte die KP, dass die Spielfilme „nicht immer am Puls des sozialistischen Lebens seien“. Ob nun eine ländliche Komödie, oder ein Großstadtdrama — stets sollte die moralische Überlegenheit des Arbeiters über dem verbohrten Bourgeois sichtbar sein.

Über all dem wachte der Große Bruder. Doch die Sowjets waren der Science Fiction gewogen und förderten sie. Für die Russen war futuristische Literatur in erster Linie eine Metapher für soziale Veränderung. Roboter waren analog mit den kapitalistischen Sklaven zu sehen. Utopische Weltraum-Städte konnten die Beständigkeit des Leninismus repräsentieren oder umgekehrt die düsteren Aussichten einer imperialistischen Dystopie. Die tschechoslowakischen Zensoren mussten einsehen, dass es nicht im Sinne der Sowjetunion war, alle Spielfilme nur den Alltag in Fabriken, Landwirtschaftsbetrieben und im Lebensmittelhandel reflektieren zu lassen.

So gab es für die Science Fiction in der ČSSR stets einen gewissen Spielraum. Vorausgesetzt, die Geschichte verherrlichte nicht den Imperialismus. Ein grober Kompass für die Akzeptanz westlicher SciFi-Bücher zeichnete sich ab. Arthur C. Clarke: ja. Isaac Asimov: nein. Robert A. Heinlein: eindeutig nein. Ohnehin sah man es lieber, wenn die Bücher nicht aus dem Westen kamen, sondern an den heimischen Schreibtischen geschrieben wurden.