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2026-10-19

Goethe-Institut - der frivole Flirt mit den Neo-Nazis

 

Als Migrant (übrigens mit ukrainischen Wurzeln, was allerdings in Gänze unerheblich ist), der nun schon bald 50 Jahre in Deutschland lebt, habe ich stets große Stücke auf das Goethe-Institut gehalten. Dessen Mission, die deutsche Sprache in die Welt zu tragen, leistete einen entscheidenden Beitrag dazu, das Nachkriegsdeutschland zurück in die Herzen der Menschen zu führen.

Es ist für mich äußerst enttäuschend zu sehen, dass das Institut nun unzweifelhaft in die Nähe der Nazis gerückt ist. Ich bin von diesem ekelerregenden Fehlgriff des Goethe-Instituts angewidert.

Dies ist keine Sippenhaft für das gesamte Goethe-Institut. Und so bemühe ich mich, auf der optimistischen Seite des Sachverhalts zu bleiben, und werte dies als einen bizarren Schnitzer - ausgelöst durch den kollektiven Ukraine-Rausch, in dem sich allzu viele deutsche Kulturschaffende und Kulturverantwortliche befinden (und dessen Kopfschmerzen und Katerstimmung bereits fest in unseren Kalender hineingeschrieben zu sein scheinen).

Für ein zum Glück noch vorhandenes Unrechtsbewusstsein spricht vermutlich die Geschwindigkeit, mit der entsprechende Selfies wieder gelöscht wurden. Es dokumentiert aber das ständige Nachlassen jeglicher Wachsamkeit gegenüber gewissen Realitäten in der Ukraine. Eine Nachlässigkeit, für die Deutschland inzwischen international berüchtigt geworden ist. Eine Nachlässigkeit, die weltweit Kopfschütteln und Entsetzen hervorruft.

Der große Goethe schrieb in Faust II: „Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur; den entrollten Lügenfahnen folgen alle. - Schafsnatur!“

Und er sagte auch: „Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.“

Beide Aussagen kartieren präzise die großen Brandflecken auf der Seele der Deutschen. Das Institut sollte vorsichtiger sein und sich nicht mit der Ideologie des Neofaschismus gemein machen und nationalsozialistischer Landser-Romantik frönen.

Mehr Details in dem Artikel von der wunderbaren Susann Witt-Stahl, die wie ein einsamer Leuchtturm über der kalten, schwarzen See namens Deutschland strahlt.

2025-07-26

Gestapo 2.0

 

Es gibt eine tief sitzende deutsche Sehnsucht nach Gestapo 2.0. Diese Sehnsucht richtet sich heute nicht unbedingt nach einem neuen Nationalsozialismus und einer Führergestalt, sondern ist tief in den „Soft Power“-Strukturen eines Techno-Feudalismus angesiedelt, wo Hexenjagden, Sprachkontrolle, Paranoia, mediale Marginalisierung, partizipatorische Propaganda, kognitive Dissonanz und andere „orwellsche“ Machenschaften zu einem falschen Gefühl von Sicherheit beitragen. Und wenn es um Sicherheit und Schnäppchen geht, versteht der deutsche Piefke keinen Spaß. Leider wird es in der nahen deutschen Zukunft keines von beidem geben. Deswegen: Was heute als „Anti-Faschismus“ gilt, ist in Wirklichkeit Faschismus, mit einer Menge geschmacklosen Lippenstifts dran. Und was heute als „Faschismus“ angeschrien wird, steht vermutlich für ein ganzes Spektrum aus Haltungen und Ansichten, die sich in ihrer Ablehnung eines solchen Techno-Feudalismus ähneln. In dieser neuen deutschen Kälte ist Susann Witt-Stahl ein einsamer, wundervoller Leuchtturm, dessen Lichtkegel über einem braunen transatlantischen Ozean streift.

  

2025-05-27

Deutschland und die Nazi-Auxiliartruppen

https://www.jungewelt.de/artikel/500706.ukrainische-delegation-in-berlin-dinner-mit-asow-faschisten.html

 

Deutschlands unausrottbare Liebe für Nazis und Faschisten verzichtet zunehmend auf die typische Heimlichkeit.

Es gibt zum Glück noch die wundervolle Susann Witt-Stahl, diesen einsamen Leuchtturm in einer deutschen Nacht, die immer finsterer wird. Wieder einmal.

Presseaufschrei? Null. Aber wir wissen ja, wo die kriegslüsterne "Vierte Gewalt" steht.

Aber man wird immer Dumpfbacken finden (vorzugsweise in Berlin), die dann bei einer staatlich verordneten Demo „Gegen Rechts“ brav mitmarschieren, während das eigene Steuergeld transnationale Neonazi-Netzwerke finanziert.

2024-09-04

Der Dieb im Tempel #32 (Der geheime Podcast)


 

Am Abgrund - 4 aktuelle Texte von Leo Ensel, Annuschka Eckhardt, Michael Andrick und Frank Blenz
 

Heute geht es um die gesellschaftliche Polarität und die hochgezogenen Brandmauern, aber auch ein wenig um das Leben am Abgrund, - festgehalten in vier Artikeln, die in den letzten Tagen in der alternativen Presse erschienen sind.

Besprochene Texte:

  1. Leo Ensel: "Leben im Irrenhaus" (Global Bridge, 20. Juli 2024)
  2. Annuschka Eckhardt: "Kampf unterm Regenbogen" (Junge Welt, 29. Juli 2024)
  3. Michael Andrick: "'Mainstream' und 'alternative' Medien: Warum ich schreibe, wo ich will" (Telepolis, 28. Juli 2024)
  4. Frank Blenz: "Zivilgesellschaft in Not: Und wieder schließt eine Bäckerei – für immer" (NachDenkSeiten, 28. Juli 2024)