Faina Savenkova
Lugansk
Impressionen des nackten Affen und seiner infantilen Zivilisation auf ihrem Weg zu den Sternen (mit einem Umweg über die Apokalypse). Denn in 200 Jahren werden Menschen auf uns zurückblicken und feststellen, dass wir korrupte, heuchelnde, verlogene und geldgeile Trottel waren. Doch es gibt auch Negatives aus unserer Zeit zu berichten.
Porträt für einen Schönheitswettbewerb
Die Tänzerin Frauke Lauterbach
fotografiert von Hella Katz und Trude Toepfer
(Atelier Katz-Toepfer, 1929)
Es gibt eine tief sitzende deutsche Sehnsucht nach Gestapo 2.0. Diese Sehnsucht richtet sich heute nicht unbedingt nach einem neuen Nationalsozialismus und einer Führergestalt, sondern ist tief in den „Soft Power“-Strukturen eines Techno-Feudalismus angesiedelt, wo Hexenjagden, Sprachkontrolle, Paranoia, mediale Marginalisierung, partizipatorische Propaganda, kognitive Dissonanz und andere „orwellsche“ Machenschaften zu einem falschen Gefühl von Sicherheit beitragen. Und wenn es um Sicherheit und Schnäppchen geht, versteht der deutsche Piefke keinen Spaß. Leider wird es in der nahen deutschen Zukunft keines von beidem geben. Deswegen: Was heute als „Anti-Faschismus“ gilt, ist in Wirklichkeit Faschismus, mit einer Menge geschmacklosen Lippenstifts dran. Und was heute als „Faschismus“ angeschrien wird, steht vermutlich für ein ganzes Spektrum aus Haltungen und Ansichten, die sich in ihrer Ablehnung eines solchen Techno-Feudalismus ähneln. In dieser neuen deutschen Kälte ist Susann Witt-Stahl ein einsamer, wundervoller Leuchtturm, dessen Lichtkegel über einem braunen transatlantischen Ozean streift.
James Spader, Holly Hunter, Deborah Kara Unger,
Rosanna Arquette & Elias Koteas
"Crash"
(Regie: David Cronenberg, 1996)