2025-08-15

Nostradamus, - oder, wie die deutschen "Patrioten" gehirnweich einem Fake frönen



Aus der "patriotischen" Echokammer

Im deutsch-völkischen Internet-Gewitter taucht seit Jahren immer dieser Unsinn mit Nostradamus auf. Eigentlich sollte ich mit derartig niedrig-geistigen Vorgängen nicht meine verbleibende Lebenszeit vergeuden. But here we go anyway.

Meine Stellungnahme in drei Punkten:

1.: Einer Person, die sich ernsthaft auf Nostradamus beruft, sollte man den Führerschein entziehen und das Wahlrecht absprechen, denn es gilt anzunehmen, dass diese Person nicht wirklich einen sinnhaften Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann und vermutlich eine Gefahr für die unmittelbare Umgebung darstellt.

2.: Der Nostradamus-Abschnitt oben ist erstunken und erlogen. Er bezieht sich auf den Vers LXXXII (bekannt auch als Centurie III, Vers 82), der im Original lautet:

"Ereins, Antibor, villes autour de Nice,
Seront gastees fort par mer & par terre:
Les sauterelles terre & mer vent propice,
Prins morts trousses, pilles sans loy de guerre..."


Das wiederum ließe sich ins Deutsche übersetzen mit:

"Fréjus, Antibes, die Städte rund um Nice,
werden gründlich zerstört durch See und durch Land:
Auf dem Lande werden Heuschrecken und 
von der See der stürmische Wind es sein,
Gefangene, Tote, misshandelt, erschossen, ohne Kriegsrecht."


Somit ein hervorragendes Beispiel dafür, wie bekloppte Facebook-Lügen entstehen und welcher sichtlich debile Schlag Mensch auf sie am meisten anspricht. Die interessantere Frage lautet somit:
 
Weshalb ist Vaterlandsliebe stets so sehr an die Abschaffung der Wahrheit gekoppelt?
 
Ist so wenig echte Substanz da, dass der stramme deutsche Patriot sich immer nur windige Schlamm-Götzen aus Lügen und Erfindungen basteln muss, um nicht in eine gähnende Leere zu starren?

3.: Für diejenigen, die ganze Sätze auffassen können: Die Auflösung des Rätsels besteht darin, dass Schwächlinge und rückgratlose Befehlsempfänger immer bereit sind, sich an jede Lüge zu klammern, solange sie nicht gezwungen werden, dem wahren Feind ins Auge zu blicken (in unserer Ära ist das der Milliardär und die transatlantischen Geld-Eliten). Und so wird alles nur erdenkliche erfunden und erlogen, damit der sichtbare Feind weiterhin irgendein abgerissener verwirrter Typ aus Nordafrika bleibt, der hier gerade mit zwei Plastiktüten in der Hand eingetroffen ist.

Somit: mit gefälschten Nostradamus-Texten herumzuhantieren, ist ein Ausdruck von Feigheit vor dem Feind.

Das verpestete Drecksloch namens Facebook.


Eine Perle aus der Drecksgosse namens Facebook. Aus einer Zeit, als ich noch dabei war und als es mich noch kümmerte.

Es ist scheinbar die Position von Facebook, dass der Holocaust eine gute Sache war. Das ergänzt sich sichtlich gut mit der Rehabilitierung des faschistischen ASOW-Regiments, die Facebook bereits vor Monaten vorgenommen hat.

Jane Seitz

 

Jayne Mansfield

 


2025-08-07

Fred Cavens und Errol Flynn (1935)

 

Der belgische Fechtexperte Fred Cavens mit Errol Flynn
auf dem Filmset von »Captain Blood« (1935)

2025-08-06

Fähnchengewitter des Stümpers

Man muss sich nur das dümmliche, kindische Fähnchengewitter neben dem Namen dieses Stümpers ansehen, um Gänsehaut zu kriegen, darüber, was wir in unserer persönlichen Behäbigkeit zugelassen haben.

 Regiert zu werden von Speichelleckern, Spinnern und Steigbügelhaltern. Und für diese Unachtsamkeit, die nun schon mindestens 20 Jahre andauert, werden wir einen ungeheuerlichen Preis zahlen. Nicht nur wir, sondern auch die nächste Generation.

 Bravo Deutschland. Gut gemacht. Der oft besungene Todestrieb der Deutschen wird wohl bald seine Erfüllung finden.

Ich verstehe nur nicht, weshalb ihr dann all diese Kinder in die Welt gesetzt habt, wenn euer einziges Interesse darin besteht, sie in schwarze Leichensäcke zu betten.

Sophia Loren

 


Frauen und Vinyl

 

1952

Faina Savenkova

 

Faina Savenkova
Lugansk

Julia Child

 

Julia Child

fotografiert von Paul Child

Helen Mirren

 


2025-07-26

Gestapo 2.0

 

Es gibt eine tief sitzende deutsche Sehnsucht nach Gestapo 2.0. Diese Sehnsucht richtet sich heute nicht unbedingt nach einem neuen Nationalsozialismus und einer Führergestalt, sondern ist tief in den „Soft Power“-Strukturen eines Techno-Feudalismus angesiedelt, wo Hexenjagden, Sprachkontrolle, Paranoia, mediale Marginalisierung, partizipatorische Propaganda, kognitive Dissonanz und andere „orwellsche“ Machenschaften zu einem falschen Gefühl von Sicherheit beitragen. Und wenn es um Sicherheit und Schnäppchen geht, versteht der deutsche Piefke keinen Spaß. Leider wird es in der nahen deutschen Zukunft keines von beidem geben. Deswegen: Was heute als „Anti-Faschismus“ gilt, ist in Wirklichkeit Faschismus, mit einer Menge geschmacklosen Lippenstifts dran. Und was heute als „Faschismus“ angeschrien wird, steht vermutlich für ein ganzes Spektrum aus Haltungen und Ansichten, die sich in ihrer Ablehnung eines solchen Techno-Feudalismus ähneln. In dieser neuen deutschen Kälte ist Susann Witt-Stahl ein einsamer, wundervoller Leuchtturm, dessen Lichtkegel über einem braunen transatlantischen Ozean streift.